Die Kosten für Unternehmen durch Cybercrime – Krisenreaktion ist langfristig teurer als Prävention

Die Kosten für Unternehmen durch Cybercrime – Krisenreaktion ist langfristig teurer als Prävention

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft durchdringt alle Bereiche. Immer neue Trends wie Industrie 4.0, Big Data, Car2Car-Kommunikation bringen neue Risiken und Chancen mit sich. Die damit verbundenen Chancen sind elementar, um gesellschaftliche und politische Herausforderungen bewältigen zu können und dabei den Anschluss in einer globalisierten Welt nicht zu verlieren.
Seit wenigen Jahren stehen aber auch die Risiken immer mehr im Vordergrund einer unternehmerischen und politischen Betrachtung (wie durch das IT-Sicherheitsgesetz).
Doch welche Schäden entstehen eigentlich bei einem erfolgreichen Angriff? Welche Kosten sind mit den jeweiligen Schäden verbunden? Was sind die Folgen einer bestimmten Schadensart? Welche Haftungspflichten wurden vielleicht verletzt, welche bestehen jetzt?

Was kostet es, wenn ich angegriffen werde?

Der Bitkom hat auch in der gemeinsamen Sicherheitskooperation Cybercrime einen Leitfaden entwickelt und möchte durch den Dialogkreis „Informations- und Cybersicherheit“ dieses Thema bearbeiten. Dort hat insbesondere das Kooperationsmitglied LKA Baden-Württemberg sein Know-how eingebracht. Ziel des Leitfadens ist es, einen praktischen Mehrwert für die Unternehmensleitung, IT-Verantwortliche und sicherheitsverantwortliche Mitarbeiter in den Unternehmen zu schaffen. Das Werk soll dabei den nötigen Überblick geben, um die jeweiligen Schadensarten pragmatisch einordnen zu können. Gleichzeitig dient es sowohl zur Risiko-Beurteilung, der daraus abzuleitenden Budget-Frage für die IT-Sicherheit eines Unternehmens, ist aber auch für den Notfall ein guter Ratgeber.

Der Leitfaden: Kosten eines Cyber Schadensfalles gibt Antworten

Damit ist dieser Leitfaden ein gutes Beispiel für eine sinnvolle Kooperation zwischen Staat und Wirtschaft zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Cybercrime. Denn es wird auch gezeigt, dass die Kosten eines Cybervorfalls durch sinnvolle Prävention und Stärkung der IT-Sicherheit deutlich gesenkt werden können. Cybercrime ist inzwischen ein Risiko, dass so allgegenwärtig ist, dass sich Unternehmensverantwortliche davor nicht verschließen dürfen. Die Studie des Bitkom zur Spionage, Sabotage und Datendiebstahl in der deutschen Industrie hat gezeigt, dass 89 % der Unternehmen tatsächlich betroffen oder vermutlich betroffen sind. Digitale Angriffe treffen also so gut wie jedes Unternehmen.